Präsentation des Kunst-Projekts „Jedem Kind seine Kunst“

Von |2018-11-05T09:30:59+00:0031. Oktober 2018|Veranstaltungen|

Am 31.10.2018 fand in unserer Schule die Präsentation des Kunst-Projekts „Jedem Kind seine Kunst“ statt. Das Motto des Projekts „Schau mir in die Augen, Kleines, Portrait sehen – Portrait zeichnen“ wurde von den Klassen BVJ HW und BF1 HW zusammen mit der Künstlerin Sabine Amelung aus Limburgerhof und der Klassenlehrerin Carmen Held kreativ umgesetzt.

Seit Beginn des neuen Schuljahres haben sich insgesamt 35 SchülerInnen im Alter zwischen 15 bis 18 Jahren mit dem Portrait, bzw. mit dem Selbstportrait sehend, zeichnend, schneidend, klebend und malend beschäftigt. Hintergrund ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Wahrnehmung von sich und anderen.

Begonnen wurde mit sogenannten blinden Portraits, Zeichnungen einer Person, die man gut kennt, mit geschlossenen Augen, in einfachen Linien abgebildet. Erstaunlich ist, dass das Typische dieser Person hervorsticht, auch wenn der Kopf nicht exakt gezeichnet werden kann, da man nicht durch das Sehen überprüfen kann.

Am Luftballon wurde dann der Aufbau des Gesichts, des Kopfs gezeigt und gemeinsam über  eine Collage umgesetzt, auch hier wieder der Bezug zu sich selbst durch kleine fast symbolhaft anmutende Zeichnungen der Menschen, Dinge und Orte, die den persönlichen Lebensraum bestimmen.

Eigene Werte, Begriffe wie Familie, Freundschaft, Liebe, Heimat, Trauer, Freude und Neugierde wurden teils in geschriebenen Worten, teils in abstrakten Kompositionen in die Bilder eingearbeitet.

Das Betrachten von Portraits von bekannten Künstlern erweiterte die Gestaltungsideen, die technische Unterstützung, sowie die Kommunikation untereinander führte zu ganz eigenen Bildergebnissen, die in dieser Präsentation zu sehen sein werden.

Wichtig in der gemeinsamen Atelier-Zeit war das Sich-Bewusstwerden der eigenen Persönlichkeit und das Erkennen, diese durch gestalterisches Tun zum Ausdruck bringen zu können. Wie tief diese Persönlichkeit hinterfragt werden soll und wie daraufhin das Portrait aussehen soll, konnten die Schüler*innen selbst entscheiden. Zuerst das Erleben und dann das Reflektieren über die Freiheit in der Kunst konnte die nötige Offenheit befördern.

Zeitungsartikel zum Kunstprojekt aus der Rheinpfalz